Marokko erleben

Die Anreise nach Zagora erfolgt bestenfalls über den Flughafen in Marrakesch. Einen Besuch in der „Perle des Südens“ ist ein einmaliges Erlebnis, dass ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Wir organisieren für euch preisgünstige Unterkünfte, zeigen euch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und führen durch den von Leben, Gerüchen und Eindrücken nur so überquellenden Souk. Hier helfen wir euch, in den besten Geschäften die günstigsten Preise auszuhandeln.

Unterkünfte

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Sehenswürdigkeiten in unserer Nähe

Aït-Ben-Haddou

Wer sich einen Eindruck davon verschaffen will, wie die alten Berber-Stämme im Südosten von Marokko in den vergangenen Jahrhunderten lebten, sollte Aït-Ben-Haddou besuchen. Die befestigte Stadt, die zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert unweit von Ouarzazate errichtet wurde, ist der Prototyp eines Ksars, einer befestigten Stadt, die ihren Bewohnern als Lebens- und Schutzraum diente und seit 1987 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. In der Neuzeit diente sie vielen bekannten Filmproduktionen als Kulisse (z.B. Laurence von Arabien, Sodom und Gomorrha, Gladiator, Game of Thrones u.v.m) und wurde in der Folge zu einer der beliebtesten Touristenattraktionen des ganzen Landes.

 

Der Besucher kann sich selbstständig seinen Weg durch die verwinkelten Gassen und dunklen Gassen bis hoch auf die Bergkuppe suchen. Auf dem Hügel thronen die Reste einer alten Kasbah, die einst der Kontrolle der Bevölkerung diente. Viele alte Anlagen, wie Stallungen und Wohngebäude, sind noch gut erhalten und lassen den mystischen Charme längst vergangener Tage erahnen.

Die Stätte war Hauptort des Stammes der Ben Haddou. Diese kontrollierten zur Zeit der Almoraviden ab dem 11. Jahrhundert den Handel auf der alten Karawanenstraßen zwischen Timbuktu und Marrakesch und stellten mehrere Herrscher in der Geschichte des Landes. Leider ist von dieser alten Pracht wenig geblieben. Noch bis in das 20. Jahrhundert hinein lebten alleine in dem Ksar rund 1000 Menschen. Heute zieht es die Jugend in die Städte und nur wenige Familien bewohnen noch die alten in einander verschachtelten Wohnburgen, die in traditioneller Stampflehmbauweise errichtet wurden. Die meisten Bewohner haben sich auf der anderen Seide des Wadis angesiedelt, und leben auch von den Touristen, die diese wunderschöne Freilichtmuseum besuchen. Das imposante Portal am Fuße des Hügels auf dem die Ksar erbaut wurde, sieht zwar beeindruckend aus, es handelt sich jedoch um Kulissen aus Holz und Kunstharz, die ein in sich geschlossenes Stadtbild für die Filmaufnahmen schaffen sollten.

Zaouia und Töpferei in Tamegroute

Tamegroute ist heute vor allem für seine grüne Keramik berühmt. Besondere Bedeutung für das Draa-Talifalet hat der Ort jedoch wegen einer geistlichen Stätte des Sufi-Ordens und deren Koranschule. Heute sind die Heiligengräber der sogenannte Zaouia eine der wichtigsten Pilgerstätten des Sufi-Islam. Viele an Geist und Nerven erkrankte Gläubige verbringen hier mehrere Wochen – manchmal auch Jahre – und erhoffen sich Baraka (Segenskraft) und Heilung von ihrem Leiden. Leider darf die Anlage von Nichtmuslimen nur von Außen besichtigt werden. Die Bibliothek, mit einem der ältesten Bestände Nordafrikas, steht jedoch jedem offen.

Wer einen Abstecher in die Wüstenstadt macht sollte auf jeden Fall die Keramikwerkstätten besichtigen. Hier werden mit einfachsten Mitteln Teller, Schüsseln und Dachschindeln geformt und gebrannt – ein archaischer Anblick. Der Ton wird direkt vor Ort in Gruben getreten und geknetet bis er die richtige Konsistenz erreicht. Die Männer sehen sich beim Öffnen eines der glühend heißen Brennöfen einem echten Inferno aus Funken und Rauch ausgesetzt. Der Besucher fühlt sich fast zwangsläufig in der Zeit zurückversetzt. Die hier verwendeten Techniken gibt es in Europa schon seit Jahrhunderten nicht mehr.