Wüstentour für Fortgeschrittene

6 Tage, 5 Nächte

Tag 1: Anreise

Die Anreise erfolgt individuell. Mehr dazu erfahrt ihr unter dem Menüpunkt Anreise. Am späten Nachmittag oder Abends erreicht ihr das Wüstendorf Bounou. Je nach Gruppengröße werdet ihr in unserem Gästehaus oder in der Herberge Rose du Sable untergebracht.

Nach einem Begrüßungs-Tee besichtigen wir gemeinsam das alte Wehrdorf von Bounou und genießen den ersten Sonnenuntergang in der Wüste.

Zum Abendessen servieren wir euch traditionellen Couscous.

Tag 2: Aufbruch in die Sahara

Nach einem gemeinsamen Frühstück im Gästehaus, treffen wir in unmittelbarer Nähe unsere Wüsten-Guide und die bepackten Kamele.  Ihr dürft euch ein Kamel aussuchen, welches euch in den kommenden Tagen begleitet, also von euch geführt wird. Natürlich ist es jederzeit möglich, dass Kamel an den Wüsten-Guide abzugeben.

Die erste Etappe der Wanderung führt uns durch die Dünenlandschaft der Erg Lihoudi. Da es sich von Norden kommend um das erste größere Dünenfeld komplett ohne Vegetation in der marokkanischen Wüste handelt, wird diese Erg (d.h. Dünenfeld) von den Einheimischen auch das Tor zur Sahara genannt. Die hier mit zehn bis 15 Metern noch relativ kleinen Dünen ermöglichen ein zügiges Vorankommen, geben jedoch bereits am Anfang der Tour ein per-fektes Fotomotiv ab und vermitteln einen ersten Eindruck von der scheinbar unendlichen Weite und Leere der Landschaft, die wir in den kommenden Tagen durchqueren werden.

Während eine längere Mittagspause beziehen wir unter einer großen Akazie, die uns Schatten spendet, unser Lager. Einer der Berber-Guides, die uns begleiten, bereitet dem berühmten traditionellen, sehr süßen Tee zu, der den erschöpften Wanderer mit neuer schneller Energie versorgt. Dazu gibt es traditionelles Essen, frische Datteln, Nüsse und Kekse.

Nachdem das kleine Lager wieder gepackt und die Kamele beladen sind, führt uns die weitere Route durch eine schroffe Geröllwüste, an die sich ein weiteres Dünenfeld anschließt. Hier errichten wir am Abend unser großes Lager. Während die Teilnehmer die Ruhe und den Sonnenuntergang genießen, baut das Team aus Wüsten-Guide und Reiseleitung die Zelte auf und bereitet das Abendessen zu, das die Gruppe gemeinsam einnimmt. An diesem wie auch an den folgenden Abenden servieren wir verschiedene Gerichte aus der Tajine (Zitronenhuhn, Gemüsetajine). An den letzten Abenden werden in der Regel nur vegetarische Gerichte gereicht. Je nach Absprache gibt es allerdings auch die Möglichkeit, auf der letzten Etappe Ziegenfleisch von einer Nomadenfamilie zu kaufen.

Tag 3:  Einfach Laufen

Die ersten Sonnenstrahlen wecken uns. Nach dem Abbau des Camps und einem reichhaltigen Frühstück führt die Route die Gruppe immer weiter in Richtung Westen durch die schwarze Wüste. Das riesige, sehr flache Areal besteht fast ausschließlich aus schwarzen Steinen vulkanischen Ursprungs. Der Boden reflektiert die Hitze der Sonne. Jedes Gefühl für Raum und Zeit verschwimmt vor dieser unwirklichen Kulisse, die sich auch nach stundenlangem Wandern kaum zu verändern scheint. Nur eine Bergkette im Norden und eine Felsformation im Süden, die die algerische Grenze markiert, geben Orientierung. Spätestens hier haben die Wanderer die eingetretenen Touristenpfade endgültig verlassen. Dieser Teil der Tour ist der anspruchsvollste. Zur Abkühlung und zum Auffüllen der Wasservorräte legt die Karawane deshalb zur Mittagszeit eine Pause an einem Brunnen ein. Wie schon am Vortag gibt es neben einem gemeinsamen Mittagessen ausreichend Zeit zur Erholung und inneren Einkehr.

Am Nachmittag setzten wir unsere Wanderung fort. Die schwarze Wüste wird nun zusehends von kleinen namenlosen Dünenfeldern verdrängt. Wie schon am Vortag errichten wir hier unser Lager für die Nacht und bereiten das Abendessen zu. Am Abend entzünden wir ein Lagerfeuer und genießen den Blick auf die Sterne, deren glitzernder Schein hier draußen durch keine Lichtquelle gestört wird. Einer der Guides backt in der Glut ein großes, leckeres Sandbrot, das zum Essen gereicht wird.

Tag 4: Ankunft Erg Chegaga

Wieder richtet sich unser Aufbruch nach dem Lauf der Sonne. Auf der letzten Etappe der Wanderung erreichen wir den Flusslauf des Wadi Draa, dessen Wassermassen aller paar Jubeljahre schroffe, einem Canyon gleichende, Kanäle in die Landschaft schneiden. Vor der Mittagspause besteigen wir ein flaches Felsplateau inmitten der Wüste. Oben angekommen, können wir bereits die hohen Sanddünen der Erg Chegaga erspähen, die wir am frühen Abend erreichen. Das Dünenfeld ist das größte Marokkos, die Dünen selber erheben sich bis zu 100 Meter über den Horizont. An diesem malerischen Ort endet die Wanderung. Wir suchen uns mit unserer kleinen Karawane ein ruhiges, isoliertes Plätzchen, um unser Lager aufzuschlagen, wo die Reisenden die fast schon unwirkliche Umgebung auf sich wirken lassen können.

Tag 5: Rückfahrt und Erholung

Im Morgengrauen besteigen wir eine der großen Dünen, um den Sonnenaufgang zu bewundern. Am Horizont lässt sich unser Startpunkt erahnen, an dem wir vor 3 Tagen unsere 65 kilometerlange Wanderung begonnen haben. Mit einem diffusen Gefühl aus Erschöpfung, innerer Ruhe und Stolz blicken wir der immer heller werdenden Scheibe entgegen.

Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von unserer Karawane und werden in unmittelbarer Nähe zum Camp von Geländewagen abgeholt.

Auf der Rückfahrt über die berühmte Timbuktu-Piste, bleibt für jeden noch ein wenig Zeit, um sich von der weiten Wüste zu verabschieden und seine unvergesslichen Erlebnisse Revue passieren zu lassen.

Am Späten Vormittag erreichen wir unser Gästehaus, wo ihr euch erfrischen und erholen könnt.

Unser Gästehaus mit Gemeinschaftsküche, Aufenthaltsraum, zwei Bädern, Innenhof sowie Dachterrasse ist ein privater Raum, in dem ihr euch frei bewegen könnt. Die Vorräte der Küche bieten euch alles, was ihr für die Zubereitung eines kleinen Snacks braucht.

Zum Abendessen servieren wir euch zum letzten Mal eine traditionelle Tajine.

Natürlich könnt ihr auch heute schon eure individuelle Rückreise antreten.

Tag 6:  individuelle Abreise

An diesem Morgen verabschieden wir uns voneinander.

Mittwochs und freitags ist es möglich von Zagora aus nach Marrakesch zu fliegen. Wir organisieren euch für 400 MAD ein Taxi zum Flughafen.

Weitere Reisemöglichkeiten bieten der Touristentransport, den wir gern für euch organisieren. Der Preis ist dabei abhängig von der Gruppengröße. Auch könnt ihr für 175 MAD mit dem CTM zurück nach Marrakesch fahren.

Gelaufene Strecke: ca. 65km

Preis: 439€ p. P.

Für geführte Einzeltouren berechnen wir einen Aufschlag von 50%.

Bei Gruppen ab 5 Leuten können wir einen Rabatt anbieten.

Diese Tour kann am fünften Tag mit einem Rund-Trek durch die Erg Chegaga erweitert werden:

Wir begeben uns in die Schluchten der Erg Chegaga und folgen den natürlichen Formationen des Sandes, der stetig unter unseren Füßen nachgibt.  Um uns herum bäumen sich bis zu 100 Meter hohe Dünen auf.  Weit und breit gibt es kein schattiges Plätzchen. Der Lauf der gleißende Sonne ist das einzige, was uns in der fraktalen Landschaft Orientierung bietet.

Um die Mittagssonne zu überstehen, bauen wir uns einen Unterstand. So weit wir blicken können sind nur sandige Berge. Sonst gibt es nichts.

Am Abend schlagen wir unser Camp am nordöstlichen Rand der Erg auf.

Aufschlag: 80€ p. P

Im Preis enthaltene Leistungen:

2 Übernachtungen in unserem Gästehaus in Bounou, inklusive Frühstück und Abendessen

3 Übernachtungen im mobilen Camp entweder mit privaten Schlafzelten oder Gemeinschaftszelt für bis zu 10 Personen, Küche, keine Sanitären Anlagen!

Vollpension während der Wanderung, inklusive Wasservorräte

4 Tage lokale Wüsten-Guides

4 Tage persönliches Lasten-Kamel

5 Tage deutschsprachige Reiseleitung

1 Wüstenfahrt mit Geländewagen

Nicht im Preis enthalten:

Die Kosten für die individuelle Anreise sind nicht im Reisepreis enthalten!

Bitte kontaktiert uns für Buchungsanfragen per Mail