Wüstentour für Erfahrene

8 Tage, 7 Nächte

Tag 1: Anreise

Die Anreise erfolgt individuell. Mehr dazu erfahrt ihr unter dem Menüpunkt Anreise. Am späten Nachmittag oder Abends erreicht ihr das Wüstendorf Bounou. Je nach Gruppengröße werdet ihr in unserem Gästehaus oder in der Herberge Rose du Sable untergebracht.

Nach einem Begrüßungs-Tee besichtigen wir gemeinsam das alte Wehrdorf von Bounou und genießen den ersten Sonnenuntergang in der Wüste.

Zum Abendessen servieren wir euch traditionellen Couscous.

Tag 2: Aufbruch in die Sahara

Nach dem Frühstück, treffen wir gegen 9 Uhr unsere Wüstenguides und die bepackten Kamele.  Ihr dürft euch ein Kamel aussuchen, das euch in den kommenden Tagen begleitet. Natürlich ist es jederzeit möglich, dass Kamel in eine geführte Kette abzugeben.

Die erste Etappe der Wanderung führt uns durch die Dünenlandschaft der Erg Lihoudi. Da es sich von Norden kommend um das erste größere Dünenfeld komplett ohne Vegetation in der marokkanischen Wüste handelt, wird diese Erg (d.h. Dünenfeld) von den Einheimischen auch das Tor zur Sahara genannt. Die hier mit zehn bis 15 Metern noch relativ kleinen Dünen ermöglichen ein zügiges Vorankommen und bereits am Anfang der Tour ein perfektes Fotomotiv ab. Sie vermitteln einen ersten Eindruck von der scheinbar unendlichen Weite und Leere der Landschaft, die wir in den kommenden Tagen durchqueren werden.

Während eine längere Mittagspause beziehen wir unter einer großen Akazie, die uns Schatten spendet, unser Lager. Einer der Berber-Guides bereitet den berühmten traditionellen, sehr süßen Tee zu, der den erschöpften Wanderer mit neuer schneller Energie versorgt. Dazu gibt es balaststoffreiches Essen, frische Datteln, Nüsse und Kekse.

Nachdem das kleine Lager wieder gepackt und die Kamele beladen sind, führt uns die weitere Route durch eine schroffe Geröllwüste, an die sich ein weiteres Dünenfeld anschließt. Hier errichten wir am Abend unser großes Lager. Während die Teilnehmer die Ruhe und den Sonnenuntergang genießen, baut das Team aus Wüstenguide und Reiseleitung die Zelte auf und bereitet das Abendessen zu, das die Gruppe gemeinsam einnimmt. An diesem wie auch an den folgenden Abenden servieren wir verschiedene Gerichte aus der Tajine (Zitronenhuhn, Lamm, Gemüse). An den letzten Abenden werden in der Regel nur vegetarische Gerichte gereicht. Je nach Absprache gibt es allerdings auch die Möglichkeit, an der Erg Chegaga frisches Ziegenfleisch von einer Nomadenfamilie zu kaufen.

Tag 3: Einfach Laufen!

Die ersten Sonnenstrahlen wecken uns. Nach dem Abbau des Camps und einem reichhaltigen Frühstück führt und die Route am Rand der schwarzen Wüste immer weiter in Richtung. Das riesige, sehr flache Areal besteht fast ausschließlich aus schwarzen Steinen vulkanischen Ursprungs.  Jedes Gefühl für Raum und Zeit verschwimmt vor dieser unwirklichen Kulisse, die sich auch nach stundenlangem Wandern kaum zu verändern scheint. Nur eine Bergkette im Norden und eine Felsformation im Süden, die die algerische Grenze markiert, geben Orientierung. Spätestens hier haben die Wanderer die eingetretenen Touristenpfade endgültig verlassen. Zur Abkühlung und zum Auffüllen der Wasservorräte legt die Karawane zur Mittagszeit eine Pause an einem Brunnen ein. Wie schon am Vortag gibt es neben einem gemeinsamen Mittagessen ausreichend Zeit zur Erholung.

Am Nachmittag setzten wir unsere Wanderung fort. Die schwarze Wüste wird nun zusehends von kleinen namenlosen Sanddünenfeldern verdrängt. Wie schon am Vortag errichten wir hier unser Lager für die Nacht und bereiten das Abendessen zu. Am Abend entzünden wir ein Lagerfeuer und genießen den Blick auf die Sterne, deren glitzernder Schein hier draußen durch keine Lichtquelle gestört wird. Einer der Guides backt in der Glut ein großes, leckeres Sandbrot, das zum Essen gereicht wird.

Tag 4: Wir erreichen die Erg Chegaga

Wieder richtet sich unser Aufbruch nach dem Lauf der Sonne. Auf der letzten Etappe der Wanderung erreichen wir den Flusslauf des Wadi Draa, dessen Wassermassen aller paar Jubeljahre schroffe, einem Canyon gleichende, Kanäle in die Landschaft schneiden. Vor der Mittagspause besteigen wir ein flaches Felsplateau inmitten der Wüste. Oben angekommen, können wir bereits die hohen Sanddünen der Erg Chegaga erspähen, die wir am frühen Abend erreichen. Das Dünenfeld ist das größte Marokkos, die Dünen selber erheben sich bis zu 100 Meter über den Horizont. Wir suchen uns mit unserer kleinen Karawane ein ruhiges, isoliertes Plätzchen, um unser Lager aufzuschlagen. Hier könnt ihr die malerische, fast schon unwirkliche Umgebung auf euch wirken lassen.

Tag 5: Die Schwarze Wüste

Im Morgengrauen besteigen wir eine der großen Dünen, um den Sonnenaufgang zu bewundern. Wir schauen der immer gelber werdenden Scheibe entgegen. Am Horizont lässt sich unser Startpunkt erahnen, an dem wir vor 3 Tagen unsere Wanderung begonnen haben. Bis jetzt haben wir ca. 65 Kilometer bewältigt.

Nach dem Frühstück beginnen wir unseren Rückweg. Wir durchqueren Richtung Nordosten die rote Geröllwüste und passieren eine kleine Oase. Hier frischen wir an einem Brunnen unsere Wasservorräte auf und filtern Trinkwasser.

Nun beginnt unsere Wanderung durch die Schwarze Wüste – die anspruchsvollste Etappe der Tour.  Wir sind inmitten der Ebene aus vulkanischem Gestein. Hier gibt es nur noch wenig Fauna. Die Sonne zieht erbarmungslos über uns hinweg, die schwarzen Steine reflektieren den gleißenden Schein und die Hitze der Sonne. Die wenigen, kleinen Akazien bieten kaum Schatten, weswegen wir uns zur Mittagszeit einen Unterstand bauen.

Die Umgebung verändert sich am Nachmittag nicht. Am Abend schlagen wir unser Camp auf dem weiten Feld auf. Die Nacht erscheint dunkler als zuvor, um uns herum ist nichts als schwarze Leere. Doch der Mond und  Sterne glitzern heller am Firmament.

Tag 6:  Es ist nicht mehr weit

Auch am Morgen führt uns der Weg durch die schwarze Wüste, doch allmählich erscheinen am Horizont die ersten Sanddünen. Am Mittag erreichen wir die bekannte kleine Dünenlandschaft, wo wir uns an einem modernen, solarbetriebenen Brunnen mit Wasserbecken erfrischen können.

Nach der Mittagspause, diesmal wieder unter einer großen Akazie, führt uns der Weg weiter über die Geröllwüste in die Erg Lihoudi.  Im Osten lassen sich die ersten Häuser M’hamids erahnen. Doch noch haben wir unser Ziel nicht erreicht.

Wir schlagen ein letztes Mal unser Camp in den Dünen auf.

Tag 7: Wir haben es geschafft!

Wir laufen die restlichen 15  Kilometer unserer gemeinsamen Trekking-Tour. Am Horizont erblicken wir den Wasserturm des Militärpostens in M’hamid, der uns Orientierung bietet. Gegen Mittag erreichen wir das Wüstendorf Bounou, dassnach einer Woche in der Wüste sehr lebhaft erscheint.

Nachdem wir unsere Kamele entladen haben, verbringen wir den Rest des Tages im Gästehaus, wo ihr euch erfrischen und erholen könnt.

Unser Gästehaus mit Gemeinschaftsküche, Aufenthaltsraum, zwei Bädern, Innenhof sowie Dachterrasse ist ein privater Raum, in dem ihr euch frei bewegen könnt. Die Vorräte der Küche bieten euch alles, was ihr für die Zubereitung eines kleinen Snacks braucht. 

Zum Abendessen servieren wir euch zum letzten Mal eine traditionelle Tajine.

Tag 8: individuelle Abreise

An diesem Morgen verabschieden wir uns voneinander.

Mittwochs und freitags ist es möglich von Zagora aus nach Marrakesch zu fliegen. Wir organisieren euch für 400 MAD ein Taxi zum Flughafen.

Weitere Reisemöglichkeiten bieten der Touristentransport, den wir gern für euch organisieren. Der Preis ist dabei abhängig von der Gruppengröße. Auch könnt ihr für 175 MAD mit dem CTM zurück nach Marrakesch fahren.

Gelaufene Strecke: ca. 130 Kilometer

Preis: 529€ p. P. 

Für geführte Einzeltouren berechnen wir einen Aufschlag von 50%.

Diese Tour kann am fünften Tag mit einem Rund-Trek durch die Erg Chegaga erweitert werden:

Wir begeben uns in die Schluchten der Erg Chegaga und folgen den natürlichen Formationen des Sandes, der stetig unter unseren Füßen nachgibt.  Um uns herum bäumen sich bis zu 100 Meter hohe Dünen auf.  Weit und breit gibt es kein schattiges Plätzchen. Der Lauf der gleißende Sonne ist das einzige, was uns in der fraktalen Landschaft Orientierung bietet.

Um die Mittagssonne zu überstehen, bauen wir uns einen Unterstand. So weit wir blicken können sind nur sandige Berge. Sonst gibt es nichts.

Am Abend schlagen wir unser Camp am nordöstlichen Rand der Erg auf.

Aufschlag: 80€ p. P.

Im Preis enthaltene Leistungen:

2 Übernachtungen in unserem Gästehaus in Bounou, inklusive Frühstück und Abendessen

5 Übernachtungen im mobilen Camp entweder mit privaten Schlafzelten oder Gemeinschaftszelt für bis zu 10 Personen, Küche,  keine Sanitären Anlagen!

Vollpension während der Wanderung, inklusive Wasservorräte

6 Tage lokale Wüsten-Guides

6 Tage persönliches Lasten-Kamel

7 Tage deutschsprachige Reiseleitung

Nicht im Preis enthalten:

Die Kosten für die individuelle Anreise sind nicht im Reisepreis enthalten!

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